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Mit der Panoramakamera kam die Faszination der breiten Bilder. So wie es dem ruhenden menschlichen Auge möglich ist, erfaßt der rotierende Verschluß die ganze Ausdehnung einer Landschaft, eines Innenraumes, verfolgt den Bogen eines Flusses, zeichnet das Objekt deutlich als Teil einer Gesamtheit.
Dimensionen treten in Beziehung und steigern gegenseitig ihre Wirkung. Perspektivische Linien führen seitlich von weit her zum zentralen Punkt. Das Schloß auf dem Platz, die Baumgruppe im Feld oder Fluß und Ufer - im Panorama erscheint das ganze Umfeld. Die Fähigkeit des Menschen, mit einem Blick einen ganzen Raum zu erfassen - die Kamera macht es ihm nach und hält das Bild fest.
Was aber bewirkt die Magie dieser Bilder? Das Gefühl von Weite, die geometrische Konzentration? Vielleicht die Chance für Fotografen, das Bild nicht mehr selektiv planen zu müssen, sondern mit dem, was die Kamera uns sehen lehrt, einen neuen Blick auf die Wirklichkeit zu versuchen.
Die NOBLEX erschien, und schon bald begannen die Fotografen, mit ihr zu spielen. Zunächst beeindruckte die innere Ruhe landschaftlicher Darstellungen. Inzwischen haben Experimente mit Bewegung, Mehrfachbelichtung und Drehen des Formats überraschende Momente eröffnet. Ihre Zeit als reine Landschaftskamera ist vorbei. Das Betrachten von Bildern, in denen der Blick wandern kann, ein Wohlgefühl dem Auge.
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